Weil bei uns der Spieler als Mensch zÀhlt!
Problemzone KniegelenkÂ
FrauenfuĂball braucht spezielle PrĂ€ventionÂ
Eine aktuelle Studie offenbart unterschiedliche Verletzungsmuster von MĂ€nnern und Frauen im FuĂball. Demnach verletzen sich die Spielerinnen zwar deutlich seltener, haben aber â gemessen an der Wettkampfinzidenz â ein vierfach erhöhtes Risiko fĂŒr eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes. Zudem ist fĂŒr 40 Prozent der Muskelverletzungen im FrauenfuĂball eine Ăberlastung ursĂ€chlich. (Teaserbild mit KI erstellt.)
Im Rahmen einer Studie, die vom UniversitĂ€tsklinikum Regensburg im Auftrag der gesetzlichen Unfallversicherung VBG durchgefĂŒhrt wurde, wurden die Verletzungen der Spielerinnen der Frauen-Bundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga analysiert und mit den Daten aus dem professionellen MĂ€nnerfuĂball verglichen. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im VBG-Sportreport 2025, der ĂŒber die VBG-Website (www.vbg.de) abrufbar ist.
Geschlechterunterschiede bei VerletzungenÂ
Im Geschlechtervergleich stellte sich heraus, dass sich Spielerinnen durchschnittlich 0,6 Verletzungen pro Saison zuziehen, wĂ€hrend sich Spieler deutlich hĂ€ufiger verletzen (2,2 Verletzungen pro Saison). Spielerinnen verletzen sich am hĂ€ufigsten am Kniegelenk (22 Prozent), gefolgt vom Sprunggelenk (20 Prozent) und dem Oberschenkel (18 Prozent). Spieler erleiden hingegen am hĂ€ufigsten Verletzungen am Oberschenkel (22 Prozent), gefolgt vom Knie (15 Prozent) und vom Sprunggelenk (13 Prozent). Im FrauenfuĂball sind StĂŒrmerinnen am hĂ€ufigsten von Verletzungen betroffen, Mittelfeldspielerinnen am seltensten. Bei den MĂ€nnern verletzen sich TorhĂŒter und Abwehrspieler am hĂ€ufigsten.
Besonderheiten berĂŒcksichtigen
Im FrauenfuĂball nimmt die HĂ€ufigkeit der Verletzungen mit steigendem Alter und der Dauer der Spielzeit zu. Zudem zeichnet sich ab, dass die meisten Verletzungen in der letzten Woche des weiblichen Zyklus auftreten.
Zum besseren Schutz der Spielerinnen vor Verletzungen schlĂ€gt die VBG vor, speziell auf den FrauenfuĂball zugeschnittene PrĂ€ventionskonzepte zu entwickeln und umzusetzen â insbesondere im Hinblick auf die StĂ€rkung der Knie- und Beinmuskulatur und auf ein besseres Monitoring der Trainingsbelastung.Â
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