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EU-Sportpolitik

Stärkere Rolle der Spielergewerkschaften gefordert 

Das Europäische Parlament hat mit einem Beschluss im Oktober das europäische Sportmodell gestärkt. Dabei geht es unter anderem darum, die Arbeitnehmerrechte von Sportlern zu schützen und zu fördern. Insbesondere sollen Sportler von den Sportverbänden bei der Entscheidungsfindung in stärkerem Maß einbezogen werden. 

Das europäische Sportmodell basiert auf Grundsätzen wie Solidarität, Nachhaltigkeit und Integrität und stellt sich gegen Korruption, Doping oder auch Diskriminierungen. Für den Profisport werden darin zahlreiche konkrete Zielvorgaben manifestiert: Insbesondere werden die Sportverbände aufgerufen, die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) einzuhalten und ein faires Transfersystem sicherzustellen. Der EuGH hatte zuletzt mit mehreren richtungsweisenden Entscheidungen die Rechte von Profisportlern gestärkt. Aktuell geht es beispielsweise darum, die Freizügigkeit von Fußballern im Hinblick auf das Diarra-Urteil des EuGH zu verbessern. Dazu hat die VDV bereits deutlich gemacht, dass eine grundlegende Reform des Transferrechts erforderlich ist. 

Spieler besser beteiligen 

Ebenso stärkt das europäische Sportmodell bedeutende Arbeitnehmerrechte wie die Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen und angemessene Arbeitsbedingungen. Ein besonders hoher Stellenwert wird auch dem Gesundheitsschutz für Sportler eingeräumt. Konkret wird beispielsweise vom Europäischen Parlament gefordert, dass – vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Wettkämpfe – „alle Interessenträger“ in die Entscheidungsprozesse über die Sportkalender einzubeziehen sind. Bekanntlich macht sich auch die VDV dafür stark und hat diese Forderung im Rahmen einer kartellrechtlichen Beschwerde gegen die FIFA jüngst bei der Europäischen Kommission hinterlegt. 

Spieler besser unterstützen 

Als weitere Ziele listet das europäische Sportmodell unter anderem die Unterstützung von Initiativen zur Vorbereitung auf die nachsportliche Berufslaufbahn auf, ebenso die Umsetzung geeigneter Präventionsmaßnahmen gegen Doping und Match-Fixing. Auch auf diesen Feldern ist die VDV bereits mit vielen Servicemaßnahmen am Ball. Zudem stellt sich das europäische Sportmodell gegen eine übermäßige Kommerzialisierung und gegen die Austragung inländischer Wettbewerbe im Ausland. 

Eure Meinung ist gefragt! 

Die VDV vertritt als Spielergewerkschaft eure Interessen gegenüber den Entscheidungsträgern in der Politik und in den Verbänden. Diesbezüglich könnt ihr mit Fragen und Anregungen jederzeit auf uns zukommen und euch direkt an Diskussionen beteiligen. 

E-Mail: soigterekeeapcfnlfwd@hs.eri 

Telefon: 02 09 – 73 08 26 60 

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