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VDV-Medienmitteilung 

VDV-PrÀsident Carsten Ramelow kritisiert Klub-WM und FIFA

Der ehemalige Nationalspieler Carsten Ramelow kommt zu einem vernichtenden Urteil ĂŒber die Klub-WM und nimmt die FIFA und den DFB in die Pflicht.

Schon vor dem Turnier hatte der PrĂ€sident der deutschen Spielergewerkschaft VDV insbesondere vor einer Überlastung der Spieler gewarnt und den Gigantismus der FIFA zulasten nationaler Wettbewerbe kritisiert. Nach Abschluss der Klub-WM sieht sich Carsten Ramelow nun bestĂ€tigt: „Die Spieler konnten sich vor dem Turnier nicht ausreichend von den Belastungen einer anstrengenden Saison erholen, mussten dann die Klub-WM unter teilweise extremen Wetterbindungen spielen und haben jetzt nur wenig Zeit fĂŒr die Regeneration und fĂŒr die Vorbereitung auf die neue Saison. Schon wĂ€hrend der Klub-WM hat es schwere Verletzungen gegeben. Und aufgrund der immensen körperlichen und mentalen Belastung ist das Risiko groß, dass in den kommenden Monaten zahlreiche weitere schwere Verletzungen folgen werden.“

Auch unter sportlichen Gesichtspunkten hĂ€lt der VDV-PrĂ€sident eine Klub-WM mit 32 Mannschaften in der Sommerzeit fĂŒr nicht sinnvoll: „Allein schon die Qualifikationskriterien lassen Zweifel am sportlichen Wert einer Klub-WM mit acht Vorrundengruppen aufkommen. Zudem bleibt festzustellen, dass nur wenige Spiele ein Niveau erreicht haben, das einer Klub-WM angemessen gewesen wĂ€re. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Spiele vor fast leeren RĂ€ngen stattgefunden haben. Es ist grundsĂ€tzlich okay, wenn am Ende eines Kalenderjahres die kontinentalen Meister in einem Kurzturnier einen Klub-Weltmeister ausspielen. Mehr aber bitte nicht!“

Sein Fazit fĂ€llt vernichtend aus: „Die FIFA versucht, auf Kosten der Gesundheit der Spieler und zulasten der nationalen Wettbewerbe den eigenen Profit zu steigern. Der Fußball braucht aber keinen Gigantismus, sondern vielmehr ein gutes Maß, das den Gesundheitsschutz der Spieler gewĂ€hrleistet und sich an den Interessen der Fans orientiert.“

Erst kĂŒrzlich hat die VDV diesbezĂŒglich eine kartellrechtliche Beschwerde gegen die FIFA bei der europĂ€ischen Kommission eingereicht. Carsten Ramelow betont in diesem Zusammenhang: „Hier ist auch der DFB als Mitgliedsverband der FIFA gefordert, sich fĂŒr die Interessen der Spieler und fĂŒr die traditionsreichen nationalen Wettbewerbe einzusetzen. DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf trĂ€gt als Mitglied des FIFA-Rats eine besondere Verantwortung.“

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