Weil bei uns der Spieler als Mensch zÀhlt!
Kampf gegen Match-Fixing und Doping
PrÀventionspotential auch in den Regionalligen nutzen!
Als Spielergewerkschaft kĂ€mpft die VDV seit vielen Jahren fĂŒr einen sauberen FuĂball â ohne Match-Fixing und Doping. WĂ€hrend die PrĂ€vention im Spitzenbereich â auch durch unser Mitwirken â schon deutlich verbessert werden konnte, gibt es diesbezĂŒglich in den Regionalligen weiterhin groĂe Probleme. Ein Einwurf von VDV-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ulf Baranowsky.Â
Liebe Sportsfreundinnen und Sportsfreunde,
als Spielergewerkschaft kĂ€mpft die VDV seit vielen Jahren fĂŒr einen sauberen FuĂball â ohne Match-Fixing und Doping. WĂ€hrend die PrĂ€vention im Spitzenbereich â auch durch unser Mitwirken â schon deutlich verbessert werden konnte, gibt es diesbezĂŒglich in den Regionalligen weiterhin groĂe Probleme.
Dies wird untermauert durch eine aktuelle VDV-Erhebung, die wir bei den Regionalliga-Teams durchgefĂŒhrt haben. Dabei haben wir gefragt, ob in der laufenden Spielzeit PrĂ€ventionsschulungen zur EindĂ€mmung von Spiel- und Wettmanipulation (Match-Fixing) und Doping stattgefunden haben. Die Ergebnisse sind ernĂŒchternd.
Regionalligen: Kaum Schulungen gegen Match-Fixing und Doping
Denn zur PrĂ€vention von Match-Fixing wurden rund drei Viertel der befragten Regionalliga-Mannschaften nicht geschult. Dabei ist zu berĂŒcksichtigen, dass fĂŒr die U-23-Teams aus den Nachwuchsleistungszentren eine statutarische Schulungspflicht besteht, die nach unseren Erkenntnissen â und teilweise direkt mit unserer VDV-SchulungsunterstĂŒtzung â weitestgehend auch eingehalten wird. Somit ist klar, dass Anti-Match-Fixing-Schulungen bei den Amateurklubs in den Regionalligen fast gar nicht durchgefĂŒhrt werden. Nicht einmal eine Handvoll der Amateurklubs gab an, diesbezĂŒglich aktiv gewesen zu sein.
Ein nahezu identisches Bild ergab die Befragung hinsichtlich der Anti-Doping-Schulungen. Auch hier scheinen die U-23-Teams aus den Nachwuchsleistungszentren ihrer statutarischen Schulungspflicht weitestgehend nachzukommen, wĂ€hrend nur wenige Amateurklubs PrĂ€ventionsschulungen gegen Doping durchfĂŒhren. Insgesamt wurden knapp drei Viertel der befragten Teams nicht geschult.
Was nun?
Dass die IntegritĂ€t des sportlichen Wettbewerbs das Fundament fĂŒr Wachstum und Professionalisierung ist, dĂŒrfte mit Blick auf die Auswirkungen frĂŒherer Skandale unbestritten sein. Bekannt ist zudem, dass Manager organisatorische Vorkehrungen zur Sicherstellung der Compliance treffen mĂŒssen und bei Missachtung im Schadensfall zur Rechenschaft gezogen werden können. Gerade vor diesem Hintergrund ist das nachlĂ€ssige Verhalten vieler Regionalligaklubs und der ausrichtenden VerbĂ€nde nur schwer nachvollziehbar.
Dabei liegt die Lösung auf der Hand und wird im Spitzenbereich lĂ€ngst praktiziert. Dort bestehen mittlerweile weitgehende Schulungsvorgaben und es werden regelmĂ€Ăig PrĂ€ventionsschulungen durchgefĂŒhrt. Konkret schult die VDV gemeinsam mit Ombudsmann Dr. Carsten Thiel von Herff im Auftrag der DFL die Lizenzteams zur PrĂ€vention von Match-Fixing. In der 3. Liga und in den Frauen-Bundesligen schulen wir die Spielerinnen und Spieler im Auftrag des DFB ebenfalls gegen Match-Fixing sowie gegen Doping. Zudem setzen wir uns als Mitglied der âNationalen Plattform zur BekĂ€mpfung der Manipulation von Sportwettbewerbenâ erfolgreich fĂŒr eine stetige Verbesserung der PrĂ€vention ein.
Kurzum: Schulungsmodule und Onlinetools wurden entwickelt, Meldestellen und Beratungsangebote geschaffen. Jetzt gilt es, dieses PrÀventionspotential auch in den Regionalligen zu nutzen.
In diesem Sinne alles Gute und beste GrĂŒĂe
euer Ulf
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