News

WIR PROFIS 1/2023

Rechte von Fu√üballerinnen als M√ľtter

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt insbesondere f√ľr Profifu√üballerinnen eine Herausforderung dar. WIR PROFIS gibt einen kompakten √úberblick √ľber die Rechte werdender und junger M√ľtter.

Gesetzlich geregelter Mutterschutz

Grunds√§tzlich d√ľrfen werdende M√ľtter w√§hrend der Schwangerschaft sowie junge M√ľtter direkt nach der Geburt und w√§hrend der Stillzeit nicht arbeiten, wenn dadurch ein Risiko f√ľr die Gesundheit der Mutter oder des Kindes entstehen w√ľrde. Ebenso darf grunds√§tzlich w√§hrend der Mutterschutzfrist ‚Äď in der Regel sechs Wochen vor der Geburt und acht Wochen danach ‚Äď nicht gearbeitet werden.

W√§hrend der Mutterschutzfrist erhalten gesetzlich krankenversicherte Vertragsspielerinnen in der Regel Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse, w√§hrend privat krankenversicherte Vertragsspielerinnen das Mutterschaftsgeld vom Bundesamt f√ľr Soziale Sicherung erhalten. Dar√ľber hinaus besteht h√§ufig ein Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld, um den tats√§chlichen Verdienstausfall ausgleichen zu k√∂nnen.

Die gesetzlichen Bestimmungen sehen zudem einen besonderen K√ľndigungsschutz f√ľr werdende und junge M√ľtter vor. Arbeitgebern, die ihre Verpflichtungen aus dem Mutterschutzgesetz nicht erf√ľllen, drohen harte Sanktionen, die neben hohen Bu√ügeldern in bestimmten F√§llen sogar Freiheitsstrafen umfassen k√∂nnen.

FIFA-Regeln zum Mutterschutz

Bereits zum 1. Januar 2021 hat die FIFA verbandsrechtliche Mindeststandards zum Mutterschutz eingef√ľhrt. Davon sollen insbesondere Spielerinnen profitieren, die in L√§ndern mit geringen Mutterschutzstandards besch√§ftigt sind. Diese FIFA-Regelungen sehen beispielsweise bezahlten Mutterschaftsurlaub sowie besondere Transferbestimmungen im Zusammenhang mit dem Mutterschaftsurlaub vor.

Unterst√ľtzung durch die VDV

Im Zusammenhang mit dem Mutterschutz k√∂nnen zahlreiche rechtliche Fragen auftreten, beispielsweise zum K√ľndigungsschutz, zu Besch√§ftigungsverboten, zu H√∂chstarbeitszeitgrenzen, zu Lohnersatzleistungen, zur Elternzeit oder auch zu verbandsrechtlichen Besonderheiten im internationalen Transferrecht. In diesen F√§llen helfen die Experten der Spielergewerkschaft gerne weiter. Die Erstberatung ist f√ľr VDV-Mitglieder grunds√§tzlich kostenfrei.

Werde jetzt VDV-Mitglied:

Weil bei uns der Spieler als Mensch zählt!

Deine Vorteile

Mitgliedsantrag