Neuer VDV-Service


Hilfe bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten

Die VDV hat die Serviceleistungen für ihre Mitglieder auf den Bereich der Rentenberatung (Ansprüche gegen die gesetzliche Unfallversicherung VBG) ausgeweitet und arbeitet diesbezüglich ab sofort mit dem sehr erfahrenen und auf Profisport spezialisierten Rentenberater Hans-Ludwig Gudewitz zusammen.

VDV-ONLINE sprach mit ihm über die Chancen der VDV-Profis im Ringen um ihre Ansprüche bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

VDV: Herr Gudewitz, was genau ist die Aufgabe eines Rentenberaters?

Hans-Ludwig Gudewitz: Es geht darum, Leistungen gegenüber der VBG geltend zu machen, die aus Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten von Profisportlern resultieren. Konkret geht es dabei insbesondere um Verletztengeld und Verletztenrente, aber auch um Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder auch um Fahrtkostenerstattungen im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen. Dabei begleite ich die Sportler vom Verwaltungsverfahren über das Widerspruchsverfahren und Klageverfahren bis hin zum Berufungsverfahren.

VDV: An welchen Stellen kommt es oft zu Problemen mit der VBG?

Hans-Ludwig Gudewitz: Probleme treten sehr häufig im Zusammenhang mit der Begutachtung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten auf. Vielen ist beispielsweise auch nicht bekannt, dass Meniskusschäden nach zweijähriger Tätigkeit im Profisport als Berufskrankheit anerkannt werden können.

VDV: Um wieviel Geld geht es dabei?

Hans-Ludwig Gudewitz: Es geht um viel Geld. So beträgt beispielsweise der Höchstsatz der jährlichen Verletztenrente bei einer Minderung der Erwerbstätigkeit von 20 Prozent gegenwärtig 12.800 Euro. Bei einer Minderung von 100 Prozent – was zum Glück nur selten vorkommt – wären es sogar 64.000 Euro jährlich. Die Leistungen sind immer abhängig von der Gehaltshöhe eines Profisportlers.

VDV: Worauf sollten Spieler unbedingt achten, um ihre Anspruche zu sichern?

Hans-Ludwig Gudewitz: Wenn Probleme vorliegen oder zu erwarten sind, sollten sich die Spieler zeitnah melden, um Fristen zu wahren und um eine beweiskräftige Dokumentation sicherzustellen. Die langfristige Dokumentation ist allein schon deswegen wichtig, weil bei vielen Verletzungen Spätfolgen vorprogrammiert sind. Im Alltag werden von den Ärzten viele Verletzungen leider oft falsch oder gar nicht bei der VBG gemeldet. Und bei der VBG werden die Daten auch nicht langfristig archiviert. Sinnvoll ist es zudem, auch schon bei mehreren Verletzungen tätig zu werden. Denn in der Summe kann daraus schnell ein Rentenanspruch erwachsen.

VDV: Wie helfen Sie den VDV-Profis konkret?

Hans-Ludwig Gudewitz: Die VDV-Mitglieder können völlig unkompliziert bei mir anrufen und ihre Fragen stellen. Ich arbeite mich dann in den Fall ein, sichte die Akten, lasse gegebenenfalls Gutachten anfordern und vertrete die Spieler bei Bedarf dann auch gegen die VBG vor Gericht.

VDV: Welches Vergütungs- und Vertragsmodell liegt dem zugrunde? 

Hans-Ludwig Gudewitz: Die Erstberatung ist für VDV-Mitglieder immer kostenlos. Erst dann, wenn ich gute Erfolgschancen sehe, stimme ich mit dem Spieler eine Honorarvereinbarung ab. Diese sieht einen einmaligen Grundbetrag in Höhe von 357 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) vor sowie eine rein erfolgsabhängige Vergütung von grundsätzlich zehn Prozent zuzüglich Umsatzsteuer der späteren Rente und des Übergangsgeldes. Kein Honorar berechne ich für durchgesetzte Ansprüche auf Verletztengeld sowie auf Sachleistungen wie Fahrtkostenerstattungen oder Studiengebühren. Kostenerstattungen durch die VBG werden natürlich auf das Erfolgshonorar und die Bearbeitungsgebühr angerechnet. Die Honorarvereinbarung kann bei mir jederzeit gekündigt werden; dann stelle ich nur die Kosten für die bis dahin geleistete Arbeit in Rechnung. Zudem habe ich gegenüber der VDV zugesagt, dass bei einfachen Sachverhalten und überschaubarem Aufwand natürlich nur eine Vereinbarung mit vermindertem Honorar getroffen wird, um den Spieler nicht unverhältnismäßig zu belasten. Wichtig sind mir insbesondere ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Spielern sowie ein fairer Umgang miteinander. Damit bin ich in den vielen Jahren meiner Tätigkeit sehr gut gefahren.


zur Person:

Hans-Ludwig Gudewitz (Jahrgang 1949) arbeitete früher selbst 23 Jahre lang bei der gesetzlichen Unfallversicherung VBG und ist seit 1995 als Rentenberater zugelassen. Seitdem hat er deutlich mehr als 1.000 Profisportler aus allen Bereichen des bezahlten Sports dabei unterstützt, Ansprüche gegen der VBG geltend zu machen.

Kontakt (über VDV):

Tel.: 0203 - 44 95 77
Fax: 0203 - 44 95 79
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