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Neues aus der Welt des Fußballs:
Der ehemalige Bundesliga-Trainer Huub Stevens hat seinen Vertrag beim österreichischen Meister RB Salzburg vorzeitig bis 2012 verlängert. Dies bestätigte der Niederländer in der Sendung "Sport und Talk" auf Servus TV.
"Ich habe immer wieder betont, dass ich mich in Salzburg sehr wohl fühle - sportlich wie privat", sagte Stevens: "Wir befinden uns zurzeit in einer sehr spannenden, reizvollen und auch viel versprechenden Phase. Und gerade in dieser Phase möchte ich mich entsprechend einbringen."
Stevens trainierte in der Bundesliga Schalke 04, Hertha BSC Berlin und den Hamburger SV. Mit dem damaligen Zweitligisten 1. FC Köln schaffte der 56-Jährige den Aufstieg in die höchste Spielklasse.
Mit Schalke gewann Stevens 1997 mit den legendären "Euro-Fightern" den UEFA-Cup sowie zweimal den DFB-Pokal. Darüber hinaus scheiterte er mit den Königsblauen 2001 im Kampf um die deutsche Meisterschaft in einem legendären Krimi nur um Haaresbreite an Bayern München.
Schlusslicht Rot Weiss Ahlen hat im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ein Lebenszeichen abgegeben. Die Ahlener kamen dank eines überragenden Torhüters Sascha Kirschstein zu einem 1:0 (1:0)-Erfolg bei 1860 München und fügten den "Löwen" die erste Niederlage nach sieben Spielen zu. Die Ahlener dagegen verkürzten durch ihren zweiten Auswärtssieg der Saison mit jetzt 15 Punkten den Rückstand auf die TuS Koblenz auf Relegationsplatz 16 auf zwei Zähler.
Vor 14.800 Zuschauern erzielte Benjamin Kern in der 27. Minute mit einem Sonntagsschuss aus 25 Metern genau in den linken Winkel das Tor des Tages. Dass dieser Treffer den Gästen zum Sieg reichte, hatten sie in der Folge aber ihrem Torhüter Kirschstein zu verdanken. Schon in der 18. Minute hatte der 29-Jährige gegen Sascha Rösler und Mathie Beda gerettet. Nach dem Seitenwechsel vereitelte er noch reihenweise weitere Chancen der Sechziger.
Kirschstein ließ er sich auch nicht davon aufhalten, dass er in der 80. Minute mit dem Kopf gegen den Pfosten prallte oder in der 50. Minute von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden war. Danach leistete sich der Münchner Stadionsprecher noch einen dicken Fauxpas, als er die Zuschauer aufforderte, sich vom Ahlener Torhüter nicht provozieren zu lassen.
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Kaiserslauterner Fans im Fritz-Walter-Stadion Quelle: Bongarts/Getty Images |
Der 1. FC Kaiserslautern wird von der Stadt künftig entlastet, die Reduzierung der Miete für das Fritz-Walter-Stadion fällt allerdings deutlich geringer aus, als vom Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga erhofft. Der Stadtrat Kaiserslauterns hat laut Angaben des Vereins für die Spielzeiten 2010/2011 und 2011/2012 einen Mietnachlass in Höhe von 1,2 Millionen Euro gewährt, weitere 600.000 Euro werden gestundet. Der FCK hatte auf einen Nachlass von 1,8 Millionen Euro gehofft.
"Wir müssen diese überraschende Entscheidung respektieren, akzeptieren können wir sie leider nur bedingt, da diese Regelung für uns eine wesentliche Erhöhung der bilanziellen Überschuldung bedeutet", sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz: "Ich bin auch deshalb enttäuscht, weil eine Chance vertan wurde, ein tolles Zeichen zu setzen."
Laut Kuntz wäre der Verein auch mit den jetzt genehmigten 1,2 Millionen Euro zurecht gekommen. Allerdings mussten die Pfälzer nach einer Betriebsprüfung für die Jahre 2000 bis 2003 eine zunächst hinterlegte Rückstellung von 750.000 Euro auf 2,35 Millionen Euro erhöhen. Der Fehlbetrag könnte sogar noch auf 3 Millionen Euro anwachsen.
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Wird geschont: Bastian Schweinsteiger Quelle: Bongarts/Getty Images |
Der deutsche Rekordmeister Bayern München tritt am Mittwoch (19.00 Uhr/live bei Sky) im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth ohne drei Stammspieler an. Neben dem angeschlagenen Nationalstürmer Miroslav Klose schont Trainer Louis van Gaal auch Torwart Jörg Butt und Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger. Für die beiden könnten Michael Rensing und Anatoli Timoschtschuk in die Startaufstellung rücken.
Klose war am Sonntag im Training umgeknickt und soll daher vorsichtshalber pausieren. Im Laufe der Woche soll er aber wieder das Training aufnehmen.
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Franck Ribery (l.) trifft gegen Wolfsburgs Keeper Andre Lenz Quelle: Bongarts/Getty Images |
Mittelfeldstar Franck Ribery vom Rekordmeister Bayern München darf sich mit zwei Tagen Verspätung über sein zweites Saisontor in der Bundesliga freuen. Wie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Montag mitteilte, wurde dem französischen Nationalspieler das dritte Bayern-Tor beim 3:1-Sieg der Münchner beim deutschen Meister VfL Wolfsburg vom vorigen Samstag zugesprochen.
Beim zwischenzeitlichen 3:0 hatten Ribery und Wolfsburgs Andrea Barzagli in der 57. Minuten um den Ball gekämpft. Zuerst war der Treffer als Eigentor des italienischen Weltmeisters gewertet worden.
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Paul Gascoigne wurde erneut festgenommen Quelle: Bongarts/Getty Images |
Der frühere englische Fußball-Star Paul Gascoigne hat nach einer erneuten Trunkenheitsfahrt eine Nacht in einer Zelle verbracht. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war "Gazza" am Sonntagabend wegen der Verdachts des Fahrens unter Alkoholeinfluss festgenommen worden. Die Polizei war wegen Tumulten zu einem Schnellrestaurant in Leeming Bar in Yorkshire/Nordengland gerufen worden.
Erst im Dezember war der 42-Jährige in Newcastle kurzzeitig festgenommen worden, nachdem er wegen Trunkenheit und ungebührlichen Benehmens aufgegriffen wurde. Gegen Zahlung einer geringen Geldbuße kam er wieder auf freien Fuß.
Gascoigne hat in den letzten Jahren immer wieder für Skandale gesorgt, die fast immer mit übermäßigem Alkoholkonsum zusammenhingen. Mal schlug er seine Frau, mal landete er in einer Entzugsklinik, wo er nach eigenen Angaben mehrmals "dem Tode nahe" war. Auch regelmäßigen Kokainkonsum gestand er, erklärte allerdings noch im November 2009, er seit seit vier Monaten clean.
Bizarre RauscherlebnisseDer 57-malige Nationalspieler berichtete, er sei in seiner schlimmsten Krisenzeit dreimal in einem Jahr in die Psychiatrie eingeliefert worden und habe keine eigene Wohnung besessen. Er habe in Hotel-Zimmern gelebt, aus denen er regelmäßig rausgeworfen wurde. "Ich habe mir eine Spielekonsole gekauft und 24 Stunden am Tag gespielt und Alkohol getrunken", sagte Gascoigne.
Bizarre Rauscherlebnisse hätten sich mit Zusammenbrüchen abgewechselt. "Eines Tages habe ich meinen Vater angerufen und ihm gesagt: Mach dich fertig, wir gehen in den Madison Square Garden. Dort spielen wir Schach gegen Präsident Bush und Präsident Clinton. Dann habe ich meinen Vater noch einmal angerufen und erzählt, dass Bush abgesagt hätte", sagte Gascoigne.
Ein anderes Mal habe er sich Papageien aus Plüsch gekauft und sich mit der Zeit eingebildet, die Stofftiere könnten sprechen. Eines Tages ging er in eine Bar und bestellte drei Bier, "eins für mich und zwei für die Papageien".
In der Qualifikation für die EM 2012 in Polen und der Ukraine hofft Österreichs Trainer Dietmar Constantini auf Platz zwei hinter der deutsche Nationalmannschaft. "Deutschland ist natürlich der große Favorit. Aber Platz zwei können wir erreichen", sagte Constatini in einem Interview auf der Internetseite (www.dfb.de) des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Neben Vize-Europameister Deutschland sieht Constantini auch die Türkei als Favoriten. "Die EM-Qualifikation ist jedoch kein Wunschkonzert. Deshalb müssen wir zusehen, dass wir uns optimal vorbereiten, um dann eine Topleistung abrufen zu können", erklärte er: "Es gibt zwei bis drei Mannschaften, die auf den zweiten Platz hinter Deutschland hoffen. Man kann zwar vom Gruppensieg träumen, aber ich will realistisch bleiben. Der zweite Platz wäre in Ordnung."
"Es wird wieder viele Emotionen geben"Auf die Duelle mit dem großen Nachbarn freut sich der österreichische Coach bereits. "Für Österreicher ist es immer interessant, gegen Deutschland zu spielen. Das ist das ewige Duell David gegen Goliath. Es wird wieder viele Emotionen geben, darauf freue ich mich", meinte er und hofft auf das Ticket zur EM. "Wir haben uns noch nie sportlich für eine Europameisterschaft qualifiziert. Das wollen wir ändern."
Ein besonderes Augenmerk hat Constantini auf seine in Deutschland tätigen Profis wie Sebastian Prödl (Werder Bremen), Christian Fuchs (VfL Bochum) und Martin Harnik (Fortuna Düsseldorf). "Die deutsche Bundesliga ist für uns wichtig. Prödl spielt in Bremen leider selten, weil er zwei sehr starke Innenverteidiger vor sich hat. Harnik hat zuletzt einige Tore in der 2. Bundesliga gemacht. Fuchs macht eine sehr gute Figur beim VfL Bochum. Andreas Ibertsberger hat abgesagt, weil er sich auf Hoffenheim konzentrieren möchte", sagte Constantini.
Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz vom FSV Mainz 05 hatte der Trainer zuletzt mehrfach nicht nominiert. "Dazu möchte ich mich im Moment nicht groß äußern. Wir spielen am 3. März gegen Dänemark. Davor werde ich einen Kader bekannt geben. Dann werden wir weitersehen", meinte Constantini.
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Nimmt mit Werder Kurs aufs Halbfinale: Claudio Pizarro Quelle: Bongarts/Getty Images |
Bundesligist Werder Bremen kann im DFB-Pokal-Viertelfinale am Dienstag gegen 1899 Hoffenheim (20.30 Uhr/live in der ARD und bei Sky) wohl doch auf Torjäger Claudio Pizarro zurückgreifen. Der Peruaner, der wegen Nackenproblemen am Sonntag eine Trainingspause einlegen musste, war beim Abschlusstraining am Montag im Bremer Weserstadion wieder mit von der Partie.
"Claudios Situation hat sich verbessert und ich hoffe nicht, dass sich die Probleme durch die Einheit nun wieder verschlechtert haben", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf am Montag. Verzichten müssen die Bremen allerdings auf Abwehrspieler Sebastian Prödl (Magen-Darm-Infekt).
Zweitligist Energie Cottbus ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens einiger Fans mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt worden. Das entschied der DFB im Einzelrichter-Verfahren nach der Anklageerhebung durch den Kontrollausschuss.
Beim Heimspiel am 25. Januar gegen den MSV Duisburg war aus dem Cottbuser Zuschauerblock ein Knallkörper gezündet und ein Feuerzeug in Richtung eines Duisburger Spielers geworfen worden. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, wodurch es rechtskräftig ist.
Zweitliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf muss in den nächsten Wochen auf Stürmer Ranisav Jovanovic verzichten. Der 29-Jährige erlitt in der Partie gegen den MSV Duisburg einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel. Jovanovic gehört zu den Leistungsträgern der Fortuna in dieser Saison. In 17 Spielen erzielte er sieben Tore.
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Krawalle beim Derby Catania-Palermo im Jahr 2007 Quelle: Bongarts/Getty Images |
15 Jahre Haft wegen Totschlags haben die Staatsanwälte eines Jugendgerichts in der sizilianischen Stadt Catania für einen 20 Jahre alten Fußball-Fan gefordert. Antonio Speziale steht wegen Todes des Polizisten Filippo Raciti vor drei Jahren bei Krawallen am Rande des Serie-A-Derbys Catania Calcio gegen US Palermo vor Gericht.
Speziale, der am 2. Februar 2007 noch minderjährig war und daher vor einem Jugendgericht steht, soll mit anderen Ultras ein Waschbecken aus den Toilettenanlagen der Nord-Kurve des Angelo-Massimino-Stadions von Catania herausgerissen und es von den Tribünen geworfen haben. Dabei wurde Raciti getroffen. Der Polizist war an den schweren inneren Verletzungen gestorben.
Angeklagter beteuert UnschuldSpeziale habe versehentlich den Polizisten getroffen, er hatte keine Absicht, ihn zu töten, meinten die Staatsanwälte, die aus diesem Grund für den Angeklagten nicht die Höchststrafe verlangten. Speziale beteuert weiterhin seine Unschuld. Mit einem Urteil ist in den nächsten Tagen zu rechnen. Im Zusammenhang mit dem Tod von Raciti steht ein weiterer 21 Jahre alter Hooligan vor Gericht.
Bei den Ausschreitungen in Catania waren im Februar 2007 insgesamt 41 Personen festgenommen worden, darunter 15 Minderjährige. Nach Racitis Tod hatte das italienische Parlament ein strenges Anti-Gewalt-Gesetz verabschiedet.
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Sein Einsatz steht der auf der Kippe - Josip Simunic Quelle: Bongarts/Getty Images |
Bundesligist 1899 Hoffenheim geht mit großen Personalproblemen ins Viertelfinale des DFB-Pokals am Dienstag (20.30 Uhr/live in der ARD und bei Sky) bei Titelverteidiger Werder Bremen. Sicher ist, dass Nationalspieler Andreas Beck (Innenbandriss im Knie) sowie die beiden Stürmer Chinedu Obasi (Sprunggelenkverletzung) und Demba Ba (Muskelfaserriss im Oberschenkel) ausfallen.
Zudem ist der Einsatz von Timo Hildebrand (muskuläre Probleme) ebenso fraglich wie das Mitwirken der beiden Innenverteidiger Marvin Compper (Sprunggelenkproblme) und Josip Simunic (Wadenzerrung). "Auf Grund der personellen Situation sind wir klarer Außenseiter", sagte Trainer Ralf Rangnick: "Wir können nur auf eine Sensation hoffen."
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Entlassen: OFC-Trainer Steffen Menze Quelle: Bongarts/Getty Images |
Fußball-Drittligist Kickers Offenbach hat auf die sportliche Talfahrt der vergangenen Wochen reagiert und Trainer Steffen Menze entlassen. Der 41 Jahre alte Menze hatte erst Anfang Oktober den zum Zweitligisten FSV Frankfurt abgewanderten Hans-Jürgen Boysen ersetzt. Hauptgrund für die Trennung von Menze war die Negativserie von zuletzt sieben sieglosen Spielen in Folge.
"In meiner nunmehr fast 10-jährigen Amtszeit mussten wir schon viele harte Entscheidungen treffen. Die Trennung von Steffen Menze gehört zu den härtesten und fällt mir menschlich besonders schwer. Um unsere Chance im Kampf um den Aufstieg zu wahren, mussten wir jedoch reagieren", sagte OFC-Präsident Dieter Müller, dessen Klub nach der zurückliegenden 1:2-Niederlage gegen die 2. Mannschaft von Borussia Dortmund derzeit den vierten Tabellenplatz belegt.
Manager Möller: "Keine andere Wahl gelassen"Die Entscheidung gegen Menze fiel in einer gemeinsamen Sitzung des Präsidiums mit Manager Andreas Möller, dem kaufmännischen Manager Jörg Hambückers und dem Verwaltungsratsvorsitzenden Jörg Siebert. "Der Vertrag mit Steffen Menze, der in der Winterpause um ein Jahr verlängert wurde, beinhaltet eine wirtschaftliche Einigung für den Fall einer vorzeitigen Vertragsauflösung. Damit wird der Etat nur unwesentlich belastet", erklärte Hambückers.
Manager Möller verteidigte den Schritt und kündigte an, möglichst schnell einen Nachfolger für Menze zu präsentieren. "Der aktuelle Leistungszustand der Mannschaft hat uns keine andere Wahl gelassen. Wir werden versuchen, kurzfristig einen neuen Cheftrainer zu präsentieren, der unserer Mannschaft das nötige Selbstvertrauen zurückgibt. Die Ausgeglichenheit in der 3. Liga zeigt, dass noch nichts verloren ist", meinte der Weltmeister von 1990.
Revanchegelüste, Resignation und Respekt: Die Presse in der Türkei, Österreich, Belgien, Aserbaidschan und Kasachstan spiegelten in ihren Kommentaren zur Auslosung der EM-Qualifikations-Gruppen beim Los Deutschland alle Gemütslagen wieder. "I wer narrisch - schon wieder die Deutschen. Hilfe! Wir sind in der Todesgruppe. Schlimmer hätt"s gar nicht kommen können", schrieb zum Beispiel die Tageszeitung Österreich.
In der Türkei herrschte die Freude darüber vor, Revanche für die Halbfinal-Niederlage bei der EURO 2008 nehmen zu können. "Wir haben noch eine Rechnung mit dem deutschen Panzer zu begleichen", titelte der Star und Takvim schrieb: "Jetzt ist die Zeit gekommen, mit dem deutschen Panzer abzurechnen. Die Revanche für die EURO 2008 steht bevor."
In allen Nationen herrscht allerdings auch die Überzeugung vor, dass es um den zweiten Gruppenplatz hinter Deutschland geht. "Achtung! Eine sehr germanische Gruppe für die Roten Teufel, die den deutschen Riesen zugelost bekommen haben, aber auf den zweiten Platz hoffen können", kommentierte die in Lüttich erscheinende Tageszeitung La Meuse.
Die Pressestimmen im Einzelnen:TÜRKEIHürriyet "Unser Ziel sollte der beste zweite Platz sein. Deutschland ist mit dem jüngsten Kader und der größten Erfahrung Gruppenfavorit. Sie haben jemanden, der uns sehr gut kennt (Joachim Löw/Anm. d. Red.). Unsere Chance: Wir werden bei allen Auswärtsspielen zuhause sein."
Star "Wir haben noch eine Rechnung mit dem deutschen Panzer zu begleichen. Die deutsche Nationalmannschaft hat einen Marktwert von 332 Millionen Euro und ein Durchschnittalter von 24,8 Jahren. Zu den Waffen des deutschen Panzers gehört auch ein Türke, Mesut Özil. Und Ex-Fener-Trainer Löw kennt uns in- und auswendig."
Takvim "Jetzt ist die Zeit gekommen, mit dem deutschen Panzer abzurechnen. Die Revanche für die EURO 2008 steht bevor. Panzer-Trainer Löw sieht uns und seine Mannschaft in der Favoritenrolle. Die Türkei ist in der Lage, sich mit Deutschland zu qualifizieren. Die Deutschen sind Pokalbestien."
Milliyet "Deutschland und gleich danach die Türkei sind die Favoriten. Das bestätigt auch der deutsche Trainer Löw. Unsere türkischen Landsleute in Europa werden auswärts für Heimatmosphäre und Fußball-Festivals in den Stadien sorgen."
ÖSTERREICHÖsterreich "I wer narrisch - schon wieder die Deutschen. Hilfe! Wir sind in der Todesgruppe. Schlimmer hätt"s gar nicht kommen können."
Kronen-Zeitung "Da müssen wir schon extrem gut drauf sein - Hammerlos für Österreich."
Kurier (alle Wien) "Die Mission Impossible wird zum Hoffnungs-Los. Österreich sieht sich als Außenseiter. Aber das rot-weiß-rote Team ist nicht chancenlos."
BELGIENLa Meuse: "Achtung! Eine sehr germanische Gruppe für die Roten Teufel, die den deutschen Riesen zugelost bekommen haben, aber auf den zweiten Platz hoffen können."
Le Soir: "Die Play-offs: Ein erreichbares Ziel. Deutschland ist der haushohe Favorit der Gruppe A. Dahinter sind die Türkei und Österreich die direkten Konkurrenten der Roten Teufel."
Het Laatste Nieuws: "Zwei Top-Teams, drei Kleine. Belgien hat mit Deutschland, eine geölte Maschine, die zweitstärkste Mannschaft erwischt."
ASERBAIDSCHANAzeri (Nachrichtenagentur): "In Erwartung eines komplizierten Lebens - oder: Vogts Revanche. Wir haben keine unbekannten Gesichter zugelost bekommen. Wir konnten die schlechteste Variante zwar vermeiden, sind aber dennoch in eine schwere Gruppe gekommen."
KASACHSTANSports: "Eine Gruppe mit deutschem Einschlag. Die Auslosung bringt interessante Gegner für Kasachstan."
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat den bis 2011 laufenden Vertrag mit Geschäftsführer Thomas Treß vorzeitig bis Juni 2014 verlängert. Wie der BVB bekannt gab, einigten sich der Präsidialausschuss des Beirates der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH und der für die Unternehmensbereiche Finanzen und Organisation zuständige Treß auf eine weitere Zusammenarbeit.
Der Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Diplomkaufmann hatte am 1. Januar 2006 sein Amt bei den Dortmundern übernommen. Er war bereits zuvor als Generalbevollmächtigter und Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RölfsPartner maßgeblich an der Sanierung des Klubs beteiligt gewesen.
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Wieder abgesagt: Bayern II gegen Ingolstadt Quelle: AFP |
Die für Dienstag (19.00 Uhr) angesetzte Nachholbegegnung in der 3. Liga zwischen Bayern München II und dem FC Ingolstadt muss erneut verschoben werden. Schuld ist das frostige Münchner Wetter, das bereits für eine zweimalige Absage des Spiel gesorgt hatte. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt. Zudem ist unklar, wann der Platz im Grünwalder Stadion überhaupt wieder bespielbar ist, so dass auch das kommende Heimspiel der zweiten Bayern-Mannschaft gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag (14. Februar, 14.00 Uhr) auf der Kippe steht.
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Michel Platini freut sich auf die EM 2012 Quelle: Bongarts/Getty Images |
Michel Platini strahlte über das ganze Gesicht. "Die EM 2012 wird ein voller Erfolg, ein Meilenstein für den europäischen Fußball", sagte der UEFA-Präsident am Rande der Auslosung der Qualifikationsgruppen in Warschau und bescheinigte Polen und der Ukraine ohne große Einschränkungen die Gastgebertauglichkeit bei der EURO in zwei Jahren (9. Juni bis 1. Juli).
Trotz mancher noch übersehbarer Schwierigkeiten seien die Organisations-Komitees der beiden osteuropäischen Länder voll im Plan. "Nach anfänglichen Problemen läuft es derzeit sehr gut. Es gibt noch Dinge zu verbessern, aber wir haben noch über zwei Jahre Zeit, deshalb mache ich mir mittlerweile keine Sorgen mehr", erklärte der Franzose, der sich in der polnischen Hauptstadt selbst ein Bild von den Arbeiten am Warschauer Nationalstadion gemacht hatte, wo am 9. Juni das Eröffnungsspiel stattfinden wird.
In den kommenden Tagen will Platini eine Inspektionsreise durch die Ukraine unternehmen, die Anfang Februar wegen des Schneechaos in Osteuropa abgesagt worden war. "Dort werde ich mir die Stadien, aber auch die Hotels und die Flughäfen zeigen lassen. Ich bin mir aber sicher, dass dort mittlerweile auch alles nach Plan läuft", sagte der 54-Jährige.
"Historische Europameisterschaft"Platini sprach zudem von einer "historischen EM", die in Europa die Beziehungen zwischen Ost und West weiter verbessern werde. Entscheidend dafür sei der "Enthusiasmus der Bevölkerung" in den beiden Gastgeberländern: "Man spürt überall eine große Vorfreude, und das so kurz vor einer WM, die in diesem Jahr im Mittelpunkt steht."
Dies unterstrich auch der ehemalige polnische Ausnahmespieler Grzegorz Lato, mittlerweile Präsident des polnischen Fußballverbandes PZPN. "Die EM beschleunigt die Entwicklung in meinem Heimatland in die richtige Richtung. Es gibt zwar noch eine Menge zu tun, aber wir werden ein guter Gastgeber sein und freuen uns auf die Fans aus ganz Europa." Ein besonderes Verhältnis habe man zu Deutschland, nicht nur weil die gebürtigen Polen Lukas Podolski und Miroslav Klose für den Vizeeuropameister spielen. Kein Wunder, dass Lato die DFB-Auswahl eingeladen hat, im kommenden Jahr bei der Einweihung der Warschauer Arena gegen Polen zu spielen.
Aus polnischer Sicht war es genauso wichtig, dass Ende vergangener Woche auch grünes Licht für den EM-Standort Breslau gegeben wurde, der wegen gravierender Verzögerung beim Neubau auf der Kippe gestanden hatte. "Wir werden der UEFA wie gewünscht im Juni kommenden Jahres das Stadion fertig übergeben können", sagte Breslaus Stadtoberhaupt Rafal Dutkewicz, nachdem er zuvor einen Zwölfjahresvertrag mit der amerikanische Firma SMG, dem weltweit größten Betreiber von Stadien, Arenen, Theatern und Kongress-Centern, für das Management eines der größten Stadienprojekte Europas abgeschlossen hatte. Neben Breslau und Warschau sind Posen und Danzig die weiteren Spielstätten in Polen.
Ukraine als SorgenkindIm Gegensatz zu Polen hat Mitausrichter Ukraine, wo Kiew als Finalspielort festgelegt wurde sowie in Donezk, Lemberg und Charkow gespielt werden soll, trotz aller Beschwichtigungen von Platini noch viele Probleme. Nahezu täglich gibt es Meldungen über Verzögerungen bei den Stadionneubauten oder Schwierigkeiten bei der Infrastruktur.
Die Ukraine hinkt nach wie vor dem Zeitplan hinterher, zudem drücken vor allem Kiew im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise massive Geldsorgen. Wie ein OK-Sprecher des zweitgrößten europäischen Landes mitteilte, sei es in den kommenden Wochen und Monaten wichtig, dass die Finanzierung systematisch und ohne Unterbrechungen gesichert werde. Ansonsten könnten die Arenen in Kiew und Lemberg wieder in die "Hochrisikozone" rutschen. Nach der Präsidentenwahl in der Ukraine, nach der sich am Montag der pro-russische Oppositionsführer Viktor Janukowitsch zum Sieger erklärt hat, könnten sich die Probleme allerdings noch einmal verschärfen.
Im Extremfall behält sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) das Recht vor, einzelnen Städten wegen mangelhafter Turnier-Vorbereitungen die Austragung wieder zu entziehen, wie Platini jüngst der ukrainischen Regierung mitteilte.
Die Vertragsverhandlungen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) liegen auf Eis, Sorgen um seine Zukunft muss sich Joachim Löw aber nicht machen. Der Bundestrainer, dessen Kontrakt nach der WM in Südafrika im Sommer ausläuft, ist nach dem Machtkampf mit der DFB-Spitze nun auch wieder bei anderen Nationen ein Kandidat.
Vor allem bei der Türkei, die pikanterweise der deutschen Mannschaft für die Qualifikation zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine zugelost wurde und derzeit auf Trainesuche ist, soll der frühere Fenerbahce- und Adanaspor-Coach urplötzlich wieder der Topfavorit auf die Nachfolge von Fatih Terim sein. "Es gibt kein Angebot aus der Türkei", sagte Löw zwar kurz nach der Auslosung, fügte aber vieldeutig hinzu: "Wer weiß, was nach der WM passiert."
Eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem DFB schloss der 50-Jährige noch einmal kategorisch aus. "Das kommt für mich nicht mehr infrage. Ich bin immer noch stark verärgert über die Vorkommnisse der vergangenen Tage. Ich habe unserem Präsidenten mitgeteilt, dass ich keine Gespräche mehr führen werde", sagte Löw.
Totale Konzentration auf die WMFür ihn gehe es ab jetzt "nur noch um die sportlichen Dinge. Es bringt jetzt nichts mehr, zu reden und nochmals zu verhandeln. Wir akzeptieren das so. Es kann für uns nur noch eines geben: Konzentration auf die WM. Alles andere spielt überhaupt keine Rolle mehr", sagte der Bundestrainer. Löw wird in dieser Woche in einem Workshop mit seinem Trainer- und Betreuerstab die Feinjustierung Richtung WM vornehmen.
Zudem machte der Bundestrainer noch einmal seine Unterstützung für Teammanager Oliver Bierhoff deutlich: "Wir sind ein Team. Wir haben in der Vergangenheit exzellent zusammengearbeitet und wollen das auch weiter tun. Wir haben gesagt, dass wir nur alle gemeinsam verlängern - das gilt auch für Hansi Flick, Andi Köpke und Urs Siegenthaler. Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir mit diesem Team sehr gute Arbeit leisten."
Der frühere DFB-Kapitän Bierhoff, der von DFB-Präsident Theo Zwanziger für das Scheitern der Vertragsgespräche verantwortlich gemacht wird, wehrte sich unterdessen gegen die Rolle des alleinigen Buhmanns. "Da sind viele Unwahrheiten verbreitet worden. Tatsache ist, dass ich keinen Alleingang gestartet habe und auch die Verhandlungen nicht alleine geführt habe. Jogi und ich haben als Team agiert."
Bierhoff bestreitet ForderungenEr und Löw hätten auch nie eine Bonuszahlung für die Unterschrift unter einen neuen Vertrag gefordert. "Die Forderung einer Signing Fee hat es nie gegeben. Es ist von einer einmaligen Zahlung die Rede gewesen, die aber erst im Nachhinein während der Laufzeit gezahlt werden sollte", berichtete der 41-Jährige und sprach von einer "Gehaltserhöhung in einer Einmalzahlung".
Ein solcher Vertragsbestandteil sei auch im DFB-Vorschlag enthalten gewesen, sagte Bierhoff weiter, allerdings sei die Höhe der Beträge unterschiedlich gewesen. Bierhoff gab auch zu, dass er ein Veto-Recht gefordert habe, "dass ohne meine Zustimmung kein Bundestrainer ausgewählt werden kann, aber nur im Zeitraum von 2010 bis 2012".
Nach den Unstimmigkeiten der vergangenen Tage sei es nun aber wichtig, "die Nerven zu bewahren und wieder Ruhe reinzubringen". Der Teammanager meinte trotzig: "Dieses Thema wird uns bis und während der WM verfolgen, aber wir werden da eine verschworene Einheit bilden."
"Es wird keine Entschuldigung geben"Das bekräftigte auch Löw. "Wir konzentrieren uns ab jetzt zu 100 Prozent auf die WM. Wir werden alles tun, um eine gute WM zu spielen. Es wird keine Entschuldigung geben. Wir haben einen klaren Auftrag, ab Wochenbeginn werden wir uns darauf mit aller Kraft vorbereiten."
Für ihn sei das trotz des ganzen Ärgers der letzten Tage "keine Pflichtaufgabe. Bei mir steht nach wie vor der Spaß, die Freude und die Leidenschaft absolut im Vordergrund. Wir freuen uns wahnsinnig auf diese WM. Wir werden alles dafür tun und das Turnier topmotiviert angehen, um erfolgreich zu sein." Löw machte aber auch deutlich, dass er sich auch weiterhin nicht den Mund verbieten lassen werde: "Wir wollen alle vorankommen. Stillstand will ich nicht. Wir haben Vorstellungen, die wir umgesetzt sehen wollen."
Einen guten Rat erteilte den Streithähnen der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts: "Sie sollen das Thema beenden, am besten heute schon. Mannschaft, Trainer und Manager müssen funktionieren. Man muss sich jetzt auf die WM konzentrieren", sagte Vogts, der in der EM-Quali wie schon in der WM-Qualifikation mit Aserbaidschan auf die deutsche Nationalmannschaft trifft. Dass er Löw dann wiedersieht, glaubt Vogts schon. Nur bei welcher Mannschaft?
Bundesligist 1. FC Nürnberg hat Dirk Bremser als Co-Trainer verpflichtet. Der 44-Jährige war bereits bei Hannover 96, Alemannia Aachen und dem VfB Lübeck Assistent von Dieter Hecking, der seit Dezember die Verantwortung beim Club trägt. Bremser erhält einen Vertrag bis zum Saisonende, nachdem er sich mit Hannover auf eine Vertragsauflösung geeinigt hatte. Weiterhin gehört auch Armin Reutershahn dem Trainerstab der Franken als "Co" an.
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Dieses Bild sah in China niemand Quelle: Bongarts/Getty Images |
Chinas Fußball hat nach dem neuerlichen Manipulationsskandal in der Popularität einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Als offenkundige Konsequenz aus den weitreichenden Bestechungsvorwürfen warf der staatliche Sportsender CCTV5 die Liveübertragung des Spiels der chinesischen Nationalmannschaft bei der Ostasienmeisterschaft gegen den Erzrivalen Japan (0:0) aus seinem Programm und schwieg die Begegnung auch in seinen Nachrichten tot. Statt des Spiels übertrug CCTV5, das 85 Prozent des chinesischen Sportfernseh-Marktes besitzt, eine Variante von "Spiel ohne Grenzen".
Der Fußball im Reich der Mitte steckt seit Monaten in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Im Zusammenhang mit dem Manipulationsskandal musste sogar schon Verbandschef Nan Yong nach seiner Verhaftung zurücktreten, außerdem nahm die Polizei innerhalb des vergangenen Vierteljahres mehr als insgesamt 20 weitere Funktionäre, Spieler und Klubmanager wegen des Verdachts der Verwicklung in zahlreiche Spielmanipulationen fest.
Offiziell gab CCTV5 keine Begründung für seine Programm-Politik an. Auch die beiden nächsten Turnierspiele der Chinesen am Mittwoch gegen Südkorea und am Sonntag gegen Hongkong tauchen nicht in den Programmankündigungen des Senders auf.














